Backupmethoden und -strategien
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Volles Backup
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Funktionsweise: Alle Daten werden vollständig gesichert.
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Vorteile: Einfacher Zugriff und schnelles Wiederherstellen.
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Nachteile: Hoher Speicherbedarf und längere Sicherungszeit.
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Inkrementelles Backup
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Funktionsweise: Nur die Daten, die sich seit dem letzten Backup geändert haben, werden gesichert.
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Vorteile: Speicherplatzsparend und schneller als ein volles Backup.
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Nachteile: Die Wiederherstellung dauert länger, da mehrere Sicherungsschritte erforderlich sind.
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Differenzielles Backup
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Funktionsweise: Es werden alle Änderungen seit dem letzten vollen Backup gesichert.
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Vorteile: Schnelleres Wiederherstellen im Vergleich zum inkrementellen Backup.
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Nachteile: Wächst mit der Zeit an und benötigt mehr Speicher als das inkrementelle Backup.
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Spiegelung (Mirroring)
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Funktionsweise: Eine exakte Kopie der Daten wird in Echtzeit erstellt.
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Vorteile: Sofortiger Zugriff auf aktuelle Daten.
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Nachteile: Keine Historie von älteren Versionen.
Heiße, warme und kalte Daten
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Heiße Daten
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Definition: Daten, auf die häufig zugegriffen wird und die sofort verfügbar sein müssen.
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Beispiel: Kundendaten in einem Onlineshop.
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Restore-Strategie: Schneller Zugriff und sofortige Wiederherstellung erforderlich.
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Warme Daten
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Definition: Daten, die gelegentlich genutzt werden und mittelfristig verfügbar sein sollten.
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Beispiel: Finanzdaten eines Unternehmens aus den letzten Monaten.
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Restore-Strategie: Moderate Wiederherstellungszeit, da diese Daten nicht ständig benötigt werden.
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Kalte Daten
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Definition: Daten, die selten genutzt werden und archiviert sind.
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Beispiel: Langzeitarchive wie Steuerunterlagen von vor zehn Jahren.
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Restore-Strategie: Langsamere Wiederherstellung ist akzeptabel, da der Zugriff selten erfolgt.
Snapshots vs. Klassisches Backup
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Snapshot
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Funktionsweise: Ein Snapshot ist eine Momentaufnahme eines Systems oder einer Datenbank zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Gegensatz zu einem Backup speichert ein Snapshot nur Änderungen und nicht alle Daten.
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Unterschiede: Snapshots sind schnell zu erstellen und verbrauchen weniger Speicherplatz. Sie sind jedoch eher für kurzfristige Sicherungen gedacht, während ein klassisches Backup als Langzeitlösung dient.
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Klassisch
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Funktionsweise: Ein klassisches Backup ist eine vollständige Kopie eines Systems oder einer Datenbank
zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Gegensatz zu einem Snapshot werden beim klassischem Backup alle Daten, unabhängig von Änderungen,
gesichert und auf einem separaten Speichermedium abgelegt.
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Unterschiede: Klassische Backups sind in der Regel zeitaufwendiger zu erstellen und
benötigen mehr Speicherplatz als Snapshots. Sie eignen sich besonders für langfristige Sicherungen,
Archivierungen und der Wiederherstellung komplexer Systeme,
während ein Snapshot eher als kurzfristige Sicherung dient.
Datenträger für Backups
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Festplatten (HDD/SSD)
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Funktionsweise: Daten werden auf magnetischen (HDD) oder elektronischen (SSD) Medien gespeichert.
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Vorteile: Hohe Speicherkapazität und schneller Zugriff.
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Nachteile: Kann bei Hardwareausfall oder Virenbefall beschädigt werden.
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Magnetbänder
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Funktionsweise: Daten werden sequentiell auf magnetischen Bändern gespeichert.
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Vorteile: Kostengünstig für langfristige Archivierung und hohe Speicherkapazität.
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Nachteile: Langsame Zugriffszeit und schwieriger Wiederherstellungsprozess.
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Optische Medien (DVDs, Blu-Rays)
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Funktionsweise: Daten werden auf optischen Discs gespeichert und mit einem Laser ausgelesen.
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Vorteile: Günstig und langlebig.
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Nachteile: Begrenzte Kapazität und langsame Schreib-/Lesezeiten.
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Cloud-Speicher
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Funktionsweise: Daten werden auf externen Servern eines Cloud-Anbieters gespeichert und über das Internet abgerufen.
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Vorteile: Flexibel, skalierbar und von überall zugänglich.
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Nachteile: Abhängigkeit von der Internetverbindung und möglicherweise hohe laufende Kosten.
Die Wahl der Backup-Methode und des Speichermediums hängt von den spezifischen Anforderungen an Verfügbarkeit, Kosten und Sicherheit ab.